Dichter Rauch, mehrere vermisste und verletzte Personen sowie ausgetretenes Lösungsmittel: Bei der gemeinsamen Herbst-Alarmübung am 6. Oktober 2026 waren die Einsatzkräfte der Feuerwehren Ziethen, Schmilau und Bäk-Mechow-Römnitz gefordert.
Das Übungsszenario hatte es in sich: Nach einer angenommenen Verpuffung in einer rund 1500 Quadratmeter großen Werkstatthalle in Ziethen war das Gebäude bei Eintreffen der ersten Kräfte bereits massiv verraucht. Auch im Kellergeschoss herrschte eine hohe Rauchintensität. Gleichzeitig wurde bekannt, dass sich noch mehrere verletzte Personen im und am Gebäude befanden.
Unverzüglich wurde der gesamte Bereich erkundet und die Menschenrettung eingeleitet. Unter Atemschutz gingen mehrere Trupps in die stark verrauchte Halle vor. Aufgrund der Größe des Gebäudes und der nahezu fehlenden Sicht gestaltete sich die Suche aufwendig und forderte den Einsatzkräften ein konzentriertes und koordiniertes Vorgehen ab.
Im Halleninneren konnte eine verletzte Person aufgefunden, aus dem Gefahrenbereich gerettet und anschließend zur weiteren Versorgung übergeben werden.
Eine besondere Herausforderung wartete auf die Einsatzkräfte im rückwärtigen Außenbereich der Werkstatthalle: Dort wurde eine weitere schwer verletzte Person mit einer Pfählungsverletzung durch eine rund drei Meter lange Eisenstange aufgefunden. Nach der medizinischen Stabilisierung wurde die Eisenstange mit hydraulischem Rettungsgerät so weit gekürzt, dass ein schonender und sicherer Transport des Patienten möglich war.
Doch damit war die Lage noch nicht beendet. Als Ursache der Verpuffung wurde ausgetretenes alkoholhaltiges Lösungsmittel festgestellt. Um eine Verschleppung der möglichen Kontamination zu verhindern, richteten die Einsatzkräfte einen Dekontaminationsplatz ein. Die im Gefahrenbereich eingesetzten Kräfte wurden dort nach ihrem Einsatz entsprechend gereinigt.
Während der gesamten Übung arbeiteten die beteiligten Feuerwehren Hand in Hand. Die Aufgaben wurden abgestimmt, Einsatzabschnitte gemeinsam abgearbeitet und die unterschiedlichen Kräfte und Einsatzmittel zielgerichtet eingesetzt.
Nach rund einer Stunde konnte schließlich „Übungsende“ gemeldet werden. Die Herbst-Alarmübung hatte den beteiligten Feuerwehren ein anspruchsvolles und realistisches Szenario geboten und einmal mehr gezeigt, wie wichtig regelmäßiges gemeinsames Training für einen reibungslosen Einsatzablauf ist.
Und weil nach getaner Arbeit auch die Kameradschaft nicht zu kurz kommen darf, klang der Abend anschließend bei Bratwurst und kalter Cola gemeinsam aus, bevor die Einsatzkräfte wieder zu ihren Standorten zurückkehrten.
Ein intensiver Übungsabend, eine starke Gemeinschaft und ein klares Ergebnis: Wenn es darauf ankommt, können wir uns aufeinander verlassen.